Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure-Produkten sowie Faltenkorrektur mit Botulinum A-Injektion

Wie entstehen Falten?

Die Ursachen für Falten im Gesicht liegen im natürlichen Alterungsprozess der Haut und der individuellen Veranlagung, in äußeren Einwirkungen (z.B. Sonnenbestrahlung) sowie in den Lebensgewohnheiten (z.B. Rauchen).

Wesentlich zur Faltenbildung trägt auch die mimische Aktivität der feinen, kleinen Muskeln unter der Haut bei, die wir oft unbewusst einsetzen (z.B. beim Stirnerunzeln). Störende Falten lassen sich je nach Art und Ursache durch verschiedene Methoden korrigieren.

Welche Falten und Defekte können gut unterspritzt werden?

In der medizinischen Fachsprache heißt die Unterspritzung mit Füllmaterialien Augmentation. Eine Augmentation dient der Beseitigung von Substanzdefekten beziehungsweise tieferen Faltenbildungen. Diese befinden sich häufig als Falten um den Mund herum sowie Nasolabialfalten (jene Falten, die zwischen Nasenflügeln und Mundwinkeln verlaufen). Des Weiteren eignen sich Hyaluronsäure-Filler auch für Mimikfalten, die sich über Jahre tief eingegraben haben sowie auch für eingefallene Narben (z.B. Aknenarben, Masernnarben).

Welche Materialien werden zur Faltenunterspritzung verwendet?

Heutzutage werden in der Regel voll abbaubare Fillermaterialien verwendet, wie die natürliche, biotechnologisch hergestellte, nicht tierische Hyaluronsäure. Die Hyaluronsäure ist ein wichtiger und natürlicher Bestandteil des Bindegewebes. In der Haut nimmt die Konzentration der Hyaluronsäure mit zunehmendem Alter stark ab. Das Bindegewebe der Haut speichert also weniger Wasser, die Haut wird dadurch unelastischer und neigt zu Faltenbildung. Die heute verwendeten Hyaluronsäure-Produkte, die unter die Haut injiziert werden sind derart aufbereitet, dass sie nicht wieder sofort ausgeschwemmt werden, sondern nur langsam wieder von der Haut abgebaut werden. Hierbei hält die Wirkung von vernetzten Hyaluronsäuren-Produkten in der Regel 6-12 Monate an.

 

Faltenkorrektur mit Botulinum A-Injektion

Botulinum A ist eine Substanz, die die Freisetzung eines Botenstoffes zur Auslösung von Muskelkontraktionen blockieren kann. Diese Substanz wird direkt in die Muskulatur gespritzt und hat sich seit Anfang der 80er Jahre auch in der Behandlung von Schielen, spastischen Muskelerkrankungen und Lidkrämpfen in der Neurologie bewährt.

Wie wirkt Botulinumtoxin?

Durch die Hyperaktivität der mimischen Muskulatur bilden sich häufig tiefe Zornes- oder Stirnfalten sowie auch sogenannte Krähenfüßchen in den äußeren Augenpartien. Die gezielte Einspritzung von Botulinumtoxin A in Gesichtsmuskeln hemmt die Übertragung von Nervenimpulsen, die das Zusammenziehen der Muskeln auslösen und damit zur Bildung der sogenannten mimischen Falten beitragen. Je nach Dosierung wird die Bewegung gehemmt oder nur stark eingeschränkt. Da aber nur ein Teil der mimischen Muskulatur betroffen ist, entsteht kein maskenhaftes Gesicht. In den behandelten Arealen lässt die Muskelanspannung nach, dies führt in den folgenden Tagen zu einer deutlichen Entspannung der Haut und zu einem Rückgang der Falten.

Mögliche unerwünschte Begleiterscheinungen (Nebenwirkungen)

Bei der gezielten Injektion mit einer sehr feinen Nadel, deren Einstiche kaum zu spüren sind, kann es zu leichten Schwellungen oder Rötungen kommen, die sich innerhalb von Stunden zurückbilden. Die Injektion von Botulinumtoxin ist im Allgemeinen gut verträglich und eine sehr effektive Behandlungsmethode für Faltenbehandlungen.

 

Vor einer Faltenbehandlung erfolgt üblicherweise eine sehr ausführliche Aufklärung über die spezielle Durchführung der gewählten Behandlungsmethode sowie eine ausführliche Darstellung möglicher Nebenerscheinungen.