Die normale Schwangerschaft

Das erste Anzeichen für eine SCHWANGERSCHAFT

ist bei den meisten Frauen das Ausbleiben der Menstruationsblutung . Allerdings kann trotz Schwangerschaft noch ein- oder zweimal eine leichte Blutung auftreten. Zusätzlich zum Ausbleiben der Menstruation gibt es noch eine ganze Reihe von Hinweisen, die auf eine Schwangerschaft deuten können.

Das Ausbleiben der Menstruation ist zwar meist ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft, aber manchmal ist die Vorfreude auf ein Baby doch verfrüht oder die Angst vor einem unerwünschten Kind ganz unnötig gewesen, weil die Periode lediglich verspätet einsetzt. Dies kommt auch bei Frauen mit sehr regelmäßigem Zyklus vor. Krankheit, seelische Belastung, körperliche Anstrengung oder Klimawechsel auf Reisen können den Hormonhaushalt durcheinander bringen und zu Unregelmäßigkeiten im Zyklus führen.

Gerade die ersten Wochen sind für die Entwicklung des Kindes am wichtigsten. Daher ist es sinnvoll, eine Schwangerschaft so früh wie möglich zu erkennen.

Als Untersuchungsmethoden zur Schwangerschaftsdiagnose stehen dem Arzt neben der Anamnese auch die vaginale Untersuchung und der Schwangerschaftsbluttest zur Verfügung.

Für die hormonalen Schwangerschaftsnachweise gibt es heute empfindliche und einfach durchzuführende Testverfahren. Sie sind so empfindlich, dass sie bereits zum Zeitpunkt der zu erwartenden Menstruation eine Schwangerschaft anzeigen können.

Im Urin lässt sich das Schwangerschaftshormon  humanes Chorion- Gonatotropin ( hCG ) nachweisen. Dieses Hormon wird vom Embryo gebildet und ist damit charakteristisch für eine beginnende Schwangerschaft. Urintests werden in der Arztpraxis durchgeführt und können schon 12 bis 14 Tage nach der Befruchtung recht zuverlässige Ergebnisse liefern.

Außer Blut- und Urintests stehen  dem Arzt noch verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung, um eine Schwangerschaft festzustellen. Mit einer Ultraschall-Untersuchung kann die Schwangerschaft verlässlich in der vierten bis fünften Schwangerschaftswoche nachgewiesen werden, mit einer hochauflösenden Vaginalsonde auch schon etwa zwei bis drei Wochen nach der Befruchtung. Bei der vaginalen Untersuchung   erkennt der Arzt die ersten Schwangerschaftsanzeichen schon etwa 14 Tage nach der Befruchtung.

Die Konzentration von hCG -Hormonen ist im Morgenurin direkt nach dem Aufstehen am höchsten. Die meisten Tests können jedoch zu jeder Tageszeit durchgeführt werden. Bei den modernen Tests wird einfach ein Teststab oder ein Testplättchen mit Urin benetzt. Nach wenigen Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden.

Viele Tests haben zwei Anzeigen: ein Kontrollfeld , das sich verfärbt und anzeigt, ob der Test ordnungsgemäß durchgeführt wurde, und ein Ergebnisfeld , das sich nur bei einer Schwangerschaft verfärbt. Auch leichte Verfärbungen im Ergebnisfeld deuten auf eine Schwangerschaft hin. Der Test sollte dann jedoch nach einigen Tagen wiederholt werden. Auch wenn der Test negativ war, die Monatsblutung jedoch ausbleibt, sollte der Test wiederholt werden. Je später ein Schwangerschaftstest durchgeführt wird, um so mehr hCG ist im Urin und um so sicherer ist das Ergebnis.

Die Tests müssen entsprechend der Anleitung durchgeführt werden und können bei nachlässiger Handhabung falsche Werte anzeigen. Antidepressiva oder einige Hormonpräparate können die Ergebnisse ebenso verändern wie falsche Aufbewahrung des Testmaterials. Alle Tests sollten bei normaler Raumtemperatur (18 °C bis 25 °C) durchgeführt werden; abweichende Temperaturen können die Sensitivität und die Entwicklungsgeschwindigkeit der Testergebnisse beeinflussen.

Das "humane Chorion-Gonadotropin" (Abkürzung hCG) ist das "Schwangerschaftshormon". Es handelt sich um ein Hormon der Plazenta, das mit dem den Eisprung auslösenden Hormon der Hirnanhangdrüse (LH) biologisch identisch ist. HCG kommt im Körper der Frau ausschließlich während einer Schwangerschaft   vor.

Die hCG-Konzentration verdoppelt sich etwa alle zweieinhalb Tage und erreicht ihr Maximum etwa zwischen der neunten und elften Schwangerschaftswoche (mittlerer Wert: 150.000 Einheiten pro Liter Blut). Wenn die Regel ausbleibt, liegt eine hCG-Konzentration von etwa 200 Einheiten pro Liter Blut vor, die bei Bluttests nachgewiesen werden kann. hCG wird auch mit dem Urin ausgeschieden.

Das Schwangerschaftshormon hCG wird für das morgendliche Erbrechen der Schwangeren, die Emesis gravidarum , verantwortlich gemacht.

Bei der künstlichen Befruchtung setzt man hCG zum Auslösen des Eisprungs und zur Unterstützung der zweiten Zyklushälfte in der IVF -Behandlung ein.

 

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